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Junge Frau und Mutter
In jedem Leben gibt es einen Tiefpunkt. Einen Punkt wo man nicht weiter weiß. Einsam und verloren ist. Mein Tief war vor kurzer Zeit.
Ich wusste nicht mehr weiter, unbewusst suchte ich nach Hilfe, jemand der mich grenzenlos versteht und zeigt das es doch noch immer weiter geht.
Ich drehte mich einfach um, schaute in die Vergangenheit, sah niemanden um mich herum doch dann schickte man mir einen Engel.
Einsam hier gesessen nur meinen Herzschlag den ich hörte. Mut gefasst, unbewusst um Rat und Trost gebeten.
Viele suchen ihr ganzes Leben lang nach so einem Menschen, finden dabei niemanden, auch ich fand nicht, doch ich wurde gefunden.
Sie haben mir geholfen und tun es immer noch sie gaben und geben mir immer noch Rat und Trost. Nun kann ich Ihnen sagen ich bin froh das ich Sie hab.
Für all Ihre Mühe, Geduld und Ihre Freundlichkeit. Über einer Brücke von Wörtern entstand in mir wieder Heiterkeit.
Ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen für alles was Sie jemals für uns getan haben und noch tun werden Sie sagen sie glauben an diese kleinen Engel, ich glaube auch an sie, es gibt auch große Engel, wenn sie mal in den Spiegel schauen, dann werden Sie einen sehen. By S.
Auf einmal tickt die Welt anders
Gerade eben war noch alles normal und gewohnt. Jetzt ist auf einmal alles anders!
Was ist passiert?
Ein Satz, ein Augenblick. Schrecklich. Plötzlich tickt die eigene Welt in Zeitlupe, während die Welt da draußen im normalen Tempo weiterläuft. Irgendwie übersteht man diesen Augenblick, macht weiter wie gewohnt, aber trotzdem, es ist alles anders.
Das ist schlimm! Ich habe diese Situation Anfang 2007 erlebt. Zuerst habe ich versucht mich zusammenzureißen,doch das gelang mir nicht, so sehr ich es auch wollte.Ich war total hilflos. Ich meinte ich hätte keine Kraft mehr. Wollte einfach nur noch schlafen, um nicht mehr grübeln zu müssen. Ich wollte aufstehen aber konnte nicht!
Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich, wie noch nie zuvor, am Ende bin und der Situation nicht mehr gewachsen bin.
Ich konnte meine Arbeit nicht mehr machen, konnte nicht schlafen und essen und wurde von Heulkrämpfen geschüttelt. Ich war am Ende! Ich hätte nie gedacht, dass ich mal an einen solchen Krisenpunkt kommen könnte. Aber damals war es soweit. Ich wusste nicht mehr weiter. Ich brauchte Hilfe!
Durch den Rat eines lieben Menschen bekam ich die Telefonnummer von Herrn Hossfeld genannt. Ich habe zu meinem Glück nicht gezögert, den Kontakt aufzunehmen. Heute weiß ich, dass die Kontaktaufnahme das Beste war, was ich in dieser Situation machen konnte.
Herr Hossfeld von der Psycho Sozialen Hilfe im HSK e.V. war sofort zur Stelle. Er war mir ein verständnisvoller Zuhörer. In unseren langen und intensiven Gesprächen hat er stets die richtigen Worte gefunden und die Fragen gestellt, die notwendig waren um mich selbst aufrappeln zu können. So hat er mich an die Hand genommen und ist mit mir durch mein „Tränental“ gegangen.
Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Gemeinsam mit ihm habe ich meine bislang schlimmste Lebenskrise aufgearbeitet. Ich habe gelernt, die Situation zu akzeptieren und mich auf meine Stärken, die jeder hat, zu besinnen. Jetzt kann ich alleine das Geschehene verarbeiten und meinen weiteren Lebensweg mit neuer Kraft weitergehen.
Ich kann nur jedem, der in einer ähnlichen Situation ist, raten, sich dieselbe Hilfe zu holen! Nur ein außen stehender Dritter ist so neutral und loyal, um den Weg aus der Krise zu ebnen.
Der Sohn einer Familie schreibt:
Erst einmal möchte ich mich an dieser Stelle auch im Namen meiner Mutter bei Herrn Hossfeld bedanken für seine sehr gute Begleitung in unserer schweren Zeit, von da an, als uns die Nachricht vom Tode meines Vaters übermittelt wurde, bis zum heutigen Tag! Ich finde es sehr gut, das es solche Menschen gibt, die in schlimmen Situation zu einem stehen und auch darüber hinaus noch zu weiteren Gesprächen zur Verfügung stehen, und wenn man dann noch bedenkt, das diese Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, da kann ich nur sagen "Hut Ab"!
Grade auch durch meine ehrenamtliche Tätigkeit bei der freiwilligen Feuerwehr weiss ich es nur zu gut, dass man solche Leute und ihren Verein Psycho-Soziale Hilfe im HSK e.V. mehr als nötig braucht!
Mit freundlichem Gruss
Stefan
Eine betroffene Ehefrau mit ihrer kleinen Tochter schreibt:
Mitte Mai diesen Jahres verstarb mein Mann nach einem Motorradunfall. Den Erhalt dieser Nachricht, dass Gefühl völliger Ohnmacht und des Nicht-wahr-haben-wollens, werde ich nie vergessen! Es war der dunkelste Tag unseres Lebens! Meine schlimmste Befürchtung hinsichtlich seiner Motorradausflüge, war Realität geworden. Immer habe ich Angst gehabt und mich hinterher gefragt, ob ich das Schicksal nicht hätte abwenden können, wenn ich ihn gebeten hätte, den Tag mit uns zu verbringen.
Heute mache ich seinen Tod nicht mehr an dem Motorrad fest. Vielmehr glaube ich daran, dass bereits am Tag unserer Geburt feststeht, wann wir wieder gehen müssen. Das Schicksal kann man nicht aufhalten! Ich hadere inzwischen nicht mehr damit, sondern versuche dieses Ereignis, als Anlass zu nehmen, dass Leben anders an zu gehen. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass wir alle beisammen sind und der Tag ohne Zwischenfälle verläuft. In Sekundenbruchteilen kann alles anders sein. Ein Grund mehr, nichts aufzuschieben, was man sagen oder tun will. Möglicherweise verpasst man die letzte Gelegenheit.
Bei aller Zuversicht kommen aber immer wieder dunkle Momente, in denen ich ihn sehr vermisse und traurig bin, dass er so wenig Zeit im Allgemeinen und mit seinem Kind im Besonderen, hatte. Dennoch glaube ich fest an ein Wiedersehen und bis dahin wird er unsere Schritte mit lenken.
Zum Schluss möchte ich mich noch herzlich bei Herrn Hossfeld und der Psycho-Sozialen Hilfe im HSK e.V. bedanken, der mir Kraft gegeben hat, die ersten Stunden und Tage zu überstehen und alles organisatorisch erforderliche zumindest mit zu regeln. Er hat dafür meine höchste Anerkennung! Danke auch, für die individuelle Trauerfeier und den würdigen Abschied von meinem Mann.
Eine betroffene Familie schreibt:
Die Nachricht
Oft hat man am Fernsehen die Szene erlebt. Polizeibeamte überbringen den Angehörigen die Todesnachricht eines nahe stehenden Menschen.
Wenn man selbst als Betroffener eine solch schreckliche, unabwendbare und lebensverändernde Nachricht erhält verliert man schlagartig den Boden unter den Füßen. Man fällt seelisch in eine grundlose pechrabenschwarze Grube. In einem Augenblick stürzen nicht nur das aktive Zusammensein mit dem geliebten Menschen, sondern auch die eigenen Lebensgewohnheiten wie ein Kartenhaus zusammen. Der unvorstellbare Gedanke – Trennung durch Tod in der irregulären Generationsfolge - ist Realität geworden. In der Hilflosigkeit und inneren Unruhe stellen sich unendlich viele Fragen, die nie eine Antwort erfahren werden.
Der Gedanke nie wieder zusammen Gespräche führen und einander in den Armen halten ist unerträglich. Zukünftig alleine den täglichen Lauf der Sonne erleben, beobachten wie die Wolken ziehen und die Winde brausen hören, führt in eine tiefe Verlassenheit. Nie wieder glücklich sein mit ihm??? Erinnerungen an das harmonische Miteinander und zusammen erlebte fröhliche Stunden mit dem geschätzten Menschen schießen pausenlos durch den Kopf. Gemeinschaftlich geplante zukünftige Aktionen laufen in Grübeleien verständnislos in eine unbeschreiblich immense Leere. Ab sofort wird es .......................................................... nie wieder geben!
Selbst der zukünftige Wert des eigenen Lebens wird in Frage gestellt.
In der tiefen Trauer bleibt nur noch ein würdiger Abschied für den geliebten Menschen. Die Frage: „Wie geht es weiter?“ verschwindet in Gleichgültigkeit. Am Horizont ist kein Licht zu erkennen. Man liegt als Trauernder in einem tiefen Tal und versucht in der Familie / Gemeinschaft sich gegenseitig aufzurichten. Besuche von Verwandten, Freunden und Bekannten sind psychisch eine sehr bedeutende Unterstützung. Aber was ist wenn die ersten Tage vergangen sind? Mit zunehmender Zeit wird die Zahl der Tröstenden immer kleiner. Die Bewältigung dieser fremden Situation erfordert eine neue Orientierung. Geplante Lebensziele sind in weite Ferne gerückt und teilweise bis zur Interesselosigkeit verwässert.
Durch einen starken Glauben keimt die Hoffnung auf ein gemeinsames Wiedersehen nach dem Tod in einer anderen Umgebung. Ein erster Lichtblick entsteht! Mit der Zeit verändern sich sehr langsam und schwerfällig die Gedanken zu einem aufbauenden Sinneswandel, die aber immer wieder durch ein Tagestief eingetrübt werden. Ein ständiges Auf und Ab kann sich nur über einen sehr langen Zeitraum in gewissen Grenzen stabilisieren.
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Als betroffene Familie haben wir in dieser schweren Zeit von der Stunde der Nachricht bis heute die Betreuung durch die Psycho–Soziale-Hilfe im HSK e.V. in Anspruch nehmen dürfen. Diese Begleitung hat uns - immer wenn wir wieder drohten in eine Sackgasse zu geraten - bei unserer Neuorientierung sehr geholfen. Die Unerfahrenheit in dieser unbeschreiblich schweren Situation führte ständig zu neuen Verunsicherungen. Die Einstellung zum täglichen Leben wurde durch viele Diskussionen mit Herrn Diakon Hossfeld immer wieder neu gefestigt. Jederzeit konnten wir durch persönliche Gespräche oder durch Rat am Telefon unsere Zweifelhaftigkeiten in feste Bahnen lenken.
„Wer über längere Zeit in einem seelischen Stau steht wird daran ersticken.“
Das Stufe für Stufe heilsame Ordnen von Gedankengängen lässt neue Hoffnung wachsen. Die ständigen Unschlüssigkeiten in der tiefen Trauer weichen langsam einer soliden Anschaulichkeit. Durch feste Grundsätze wird die Gesinnung aufgeräumt.
Wir danken ganz herzlich der Psycho-Sozialen-Hilfe im HSK e.V. und insbesondere Herrn Diakon Hossfeld für seine intensive Mithilfe bei der neuen Ausrichtung unseres Lebens. Wir wünschen allen von schweren Schicksalsschlägen oder in Not geratenen betroffenen Menschen eine solch professionelle Betreuung erfahren zu dürfen.
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